Wie werden Massivholztische hergestellt?

Capri Stapelstuhl

Capri Stapelstuhl

Ein wichtiges Kriterium für Massivholztische von guter Qualität ist, wie die Tische hergestellt werden. Bei Massivholztischen ohne größere Extras wie zum Beispiel Glasplatten im Tisch werden in der Regel immer nach dem gleichen Prinzip hergestellt. Am Anfang der Produktion steht der Baum. Heutzutage werden Bäume zur Möbelherstellung nachhaltig angebaut. Das sichert zum einen den Erhalt von der betroffenen Baumart und zum anderen sichert es die weitere Möglichkeit der Verwendung zum Bau und zu der Nutzung des womöglich schönsten aller Rohstoffe, welche überhaupt üblicherweise zum Bau von Möbeln benutzt werden. Der gefällte Baum wird nun zerschnitten und in bestimmten Größen an Firmen oder Schreinereien geliefert. Das Holz wird im Block meist mit komplett erhaltener Rinde geliefert. Diese muss der Bearbeiter des Rohstoffes selber entfernen. Nun wird der Holzstamm derartig bearbeitet, dass nach einiger Zeit mehrere Scheiben entstanden sind.

Wer sich Massivholztische mal genauer anschaut, der wird feststellen, das die Tischplatte natürlich nicht aus einer einzelnen Platte besteht. Das Holz, welches für die Tischplatte benutzt wird und nun zunächst zu etwas kleineren Platten zurechtgeschnitten wurde, wird nun noch einmal zu langen Holzstreifen zurechtgeschnitten. Diese Streifen müssen alle gleich groß und komplett gerade sein. Denn wenn das nicht der Fall ist, würde die Tischplatte im Endeffekt schließlich auch schief werden. Also nur die Tatsache, dass an Massivholztischen so viel zurechtgeschnitten wird, ermöglicht ein ordentliches, gerades Ergebnis. Demnach ist das korrekte ausmessen und zurechtschneiden des Tisches die halbe Miete.

Pontiac Nero

Pontiac Nero

Nachdem die Klötze alle zurechtgeschnitten wurden, werden sie nun passend zusammengeleimt und abgehobelt. Die Maserung des Holzes ist nun zwar nicht mehr durchgängig, doch hat dies einen weiteren, angenehmen Effekt, denn die Maserung bleibt so grob und groß wie die Tastatur eines Seniorenhandy. Eine weitere gute Sache bei Massivholztischen ist die einfache Pflege. In der Regel lässt sich der fertige Tisch mit einem feuchten (nicht nassen!) Tuch abwischen. Allerdings kann es passieren, dass wenn eine Stelle am Tisch etwas zu nass geworden ist, dieser aufgrund des arbeitenden Holzes an der Stelle leicht aufquillt oder leicht einreißt. Dies sind jedoch Gefahren, welche durch Oberflächenbehandlungen und gutem Umgang mit dem Holz minimiert werden können. Denn Holz ist in der Regel hart im nehmen. Bei vielen Tischen werden noch zusätzlich zum eigentlichen Tisch Konstruktionen zur Erweiterung der Tischplatte angelegt. (Ausziehbare Platten oder Stäbe, auf welche zusätzliche Platten gelegt werden können...)

Massivholztische werden in der Regel relativ einfach gehalten. Das heißt, sie besitzen vier Beine, eine Platte zur Ablage und ein paar Bretter die den Tisch stabilisieren. Der Tisch ist dann entweder einfach Rechteckig oder zusätzlich noch rund zurechtgeschnitten. Man sieht häufig einen starken Kontrast zwischen der dicke der Beine und der Tischplatte. Die Beine sind häufig sehr breit, während oben drauf eine normal oder gar relativ dünne Platte liegt. Der Eindruck, welchen dieses in sich sehr kontrastreiche Gebilde bietet ist nun sehr stark vom Betrachter abhängig. Die Standbeine machen den Tisch sehr Massiv. Doch wirkt die Platte im Gegensatz zu diesen recht zerbrechlich und dünn (obwohl sie im Grunde nur so wirkt... Immerhin handelt es sich um massives Holz von ein paar cm dicke). Was zusätzlich von den Schreinern in den Tisch an Verzierungen oder anderen filigranen Dingen hineingezaubert wird, ist im Grunde nur Spielerei und etwas, was aus der normal minimalistischen und opportunistischen Welt herausstechen soll. Allerdings gibt es noch einige andere Spezialfälle.

Eine Art von Tischen sieht man neben dieser relativ minimalistischen Art noch häufig. Bei diesen Tischen wurden in der Mitte ein oder zwei größere Löcher hinterlassen (oder auch nachträglich hinzugefügt) und so zurechtgefräst, dass im Nachhinein eine oder eben mehrere Glasplatten eingelassen werden können. Bei diesen Tischen erweist sich das aufbereiten natürlicherweise schwieriger, da bei diesem Prozess immer kleinere Schichten des Holzes verschwinden. Die Glasplatte würde so nach einigen Behandlungen merklich aus ihren Vertiefungen herausgucken. Gut, dass Massivholztische sehr lange ohne aufbereitende Behandlungen auskommen. Ein gut gepflegtes Exemplar kann auch noch den Enkeln als Esstisch oder einfache Ablage weiterhelfen. Ob im Wohnzimmer, in der Küche oder im eigens für um diesen Tisch aufgebauten Esszimmer. Massivholztische erweisen sich fast immer als eine ausgezeichnete Wahl.